Meinungen
Hier ist Platz für Meinungen der Mitglieder des Ortsvereins:
Wer opfert sich für Japan?
Mittwoch, 16. März 2011
Die Reaktoren sind abgeschaltet. Die eigentliche Atomkernspaltung ist längst beendet. Es ist allein die radioaktive Strahlung, die die Hitze erzeugt, die Explosionen verursacht hat und die diese enormen Kühlwassermengen verbraucht.
Wir alle kennen Strahlung vom Röntgengerät, vom Sonnenbrand oder vom Laserlicht.
Aber die Strahlung von der wir hier reden, ist in der Lage, Metallträger zum Schmelzen zu bringen, Beton in glühende Magma zu verwandeln – können Sie sich vorstellen, wie lange ein Mensch überlebt, der sich in ihre Nähe wagt? Selbst eine Atombombe erzeugt nicht so viel Strahlung wie die tonnenschweren Brennstäbe eines gebrauchten Reaktors – und je länger sie in Betrieb waren, desto stärker strahlen sie.
Die Sowjetregierung wusste vor 25 Jahren nicht, wie sie ihre Bürger vor diesem Höllenfeuer schützen sollte. Roboter und Maschinen versagten unter der Strahlung. Schließlich blieb nur die Möglichkeit 800.000 Menschen z. T. mit vorgehaltener Maschinenpistole in die Strahlenhölle zu treiben um einen Beton-"Sarkophag" drumherum bauen zu lassen.
Diese bedauernswerten "Liquidatoren" sind in den anschließenden Wochen, Monaten, Jahren zumeist einen stillen Tod gestorben – meine Frau hat nach der Grenzöffnung einen von ihnen noch persönlich kennengelernt. 800.000 Opfer, damit wir weiterleben können.
Tschernobyl war nur ein Reaktor. Eine totalitäre Regierung zwang hunderttausende von Arbeitssklaven einen "Sarkophag" gegen die Strahlung zu bauen. Jetzt sind 3 oder sogar 4 Reaktoren und Brennstab-Zwischenlager betroffen – kann man die Strahlenhölle offen lassen? Findet sich doch noch eine technische Lösung? Oder findet eine demokratische Regierung genügend Menschen, die das Undenkbare tun? Ohne Maschinenpistole?
Der Stromkonzern, der die Anlage betrieben hat, hat sich jedenfalls entschuldigt – nein, sagen wir richtiger: um Entschuldigung gebeten.
Es ist unfassbar, was wir gerade erleben.
Uwe Rinkel
Was halten Sie von Sarrazin?
8.9.2010:
Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Es gibt in unserem Land eine unterschwellige Ausländerfeindlichkeit, die Sarrazin hier bedient. Sarrazin hat recht: Es gibt eine weit verbeitete Abnahme des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die aber nicht nur auf muslimische Kreise beschränkt ist.
Jedoch es ist fraglich, ob das Ganze von der katastrophalen Bedeutung ist, die Sarrazin ihm andichtet.
Ich bin davon überzeugt: Auch der Islam verändert sich und passt sich den gesellschaftlichen Gegebenheiten an - aber nur, wenn wir in Kontakt bleiben, nicht wenn wir ihn ausgrenzen.
Übrigens: Es gibt auch "durchgeknallte" Christen unter "uns"...
Uwe Rinkel
Google Streetview: Weltreise im Computer
25.8.2010:
Das Geschrei der "Ewiggestrigen" nervt.
Die Parteien sollten sich in diesem absurden Sommertheater eindeutig für Google "Street view" aussprechen. In Wirklichkeit ist die virtuelle "Weltreise für Arme" nämlich ein großartiges, populäres Projekt, das hier unter dem Deckmantel des Datenschutzes von einigen wenigen Schlipsträgern zerredet werden soll.
Ich bin für die Informationsfreiheit.
Uwe Rinkel













